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     Sat-Technik          -          Historisches


Historisches zum Satellitenempfang

Als es noch keine Satelliten gab, wurden die Fernsehsignale über größere Strecken per Richtfunk(1) übertragen. Da Richtfunkstationen nicht weiter als 50 km auseinander liegen sollten, mußten viele Richtfunkstationen für die Ausstrahlung von einem z.B. deutschlandweitem Fernsehprogramm eingerichtet werden.

Für die Übertragung nach Übersee wurde zuerst an "schwimmende'' Richtfunkstationen gedacht. Dieser Wunschtraum wurde allerdings schnell wieder verworfen und es entstand in den USA 1945 das Projekt "Stratovision'', bei dem in einer Höhe von ca. 10000 Metern langsam kreisende Flugzeuge flogen und Fernsehsignale in einem Umkreis von 840 km aussandten. 1949 wurde auch dieses Projekt eingestellt.

Am 4. Oktober 1957 wurde von der Sowjetunion der erste Satellit "Sputnik" gestartet und schon 10 Jahre später waren Satelliten in genau vorausbestimmten Umlaufbahnen um die Erde eine Selbstverständlichkeit.

1960 wurde der erste Satellit (Echo 1) gestartet, mit dem Fernsehsignale übertragen werden sollten. Dieser Satellit hatte einen Durchmesser von 40m und reflektierte ein auf ihn gerichtetes Fernsehsignal. Diese Art von Satelliten nennt man passive Satelliten. Die Qualität der schwach zurückgestrahlten Signale ließ allerdings sehr zu wünschen übrig.

Am 11. Juli 1962 wurde das erste mal ein Fernsehsignal über einen aktiven Satelliten, den Telstar übertragen. Bei dieser Art der Satellitenübertragung werden die Fernsehsignale von den Fernsehsendern zu einer Sendestation transportiert und dort in einen Mikrowellenstrahl umgewandelt, gebündelt und zum Satelliten geschickt. Beim Telstar handelte es sich allerdings noch um einen Satelliten, mit dem man nur für eine begrenzte Zeit übertragen konnte, da er sich von der Erde aus gesehen um die Erde herumbewegte.

Übersicht Kommunikations-satelliten:

 
Datum Satellit Info
18.12.1958 Project Score erste Rundfunkübertragung über den Weltraum
12.08.1960 Echo 1 erster Satellit in Erdumlaufbahn
10.07.1962 Telstar (1) erster kommerzieller Fernsehsatellit; direkte
Fernsehübertragung zwischen USA, Europa und Japan
26.07.1963 Syncom 2 erster Synchronsatellit
06.04.1965 Early Bird (INTELSAT 1) erster kommerzieller Nachrichtensatellit
23.04.1965 Molniya Start eines sowjetischen
Kommunikationssatellitensystems
26.01.1971 INTELSAT 4 erster internationaler Kommunikationssatellit
mit hoher Kapazität
1975 Symphony 1 erster europäischer Nachrichtensatellit
11.05.1978 OTS 2 erster Telekommunikationssatellit der ESA
1980 INTELSAT-5- Serie Kapazitätszuwachs durch Mehrfachstrahlarbeitsweise,
12 000 Tonschaltungen
Juni 1983 bis 1988 Eutelsat-I- Serie Fernmeldesatelliten für unzugängliche Gebiete
11.12.1988 Astra 1A Start des privaten Astra-Systems zur Übertragung
von Fernseh- und Radioprogrammen
08.08.1989 TV-Sat 2 deutsch-französischer Kommunikationssatellit;
4 Fernseh- & 12 Radioprogramme
09.01.1990 Leasat 5 (Syncom 4) Nachrichtendienstliche Aufgaben für US- Einrichtungen
1991 INTELSAT-6- Serie dynamische Umschaltfunktion von Telefonkapazitäten
24 000 Tonschaltungen
29.01.1991 Informator Test der Bedeutung von Kommunikationssatelliten
in der Katastrophenhilfe
19.10.1995 Astra 1E erster Satellit der Astra-Serie zur Übertragung
digitaler Dienste
12.01.1996 PanAmSat-3R einer der ersten Satelliten mit neuer Reflektortechnologie

Für die Übermittlung zum und vom Satelliten werden Mikrowellen genutzt, da diese die Ionosphäre durchdringen können und wenig empfindlich gegenüber atmosphärischen Störungen sind. Aufgrund der relativ kurzen Wellenlänge können Mikrowellen besser gebündelt werden, außerdem können durch die hohen Frequenzen sehr viele Informationen kodiert werden.

Der Satellit empfängt die Signale, verstärkt sie und schickt sie dann wieder zur Erde. Dabei gibt es unterschiedliche Arten der Ausstrahlung: der Globalbeam, er erreicht ca. 40% der Erdoberfläche, mit dem Zonenbeam werden Kontinente oder einzelne Länder "bestrahlt'' und dann gibt es noch den Spotbeam der kleine Bereiche erreicht.


Erläuterungen:

1) Richtfunk: Richtfunk ist ein System zur Drahtlosen Übertragung von Nachrichten durch gerichtete Abstrahlung und gerichtetem Empfang sehr kurzer elektromagnetischer Wellen für hauptsächlich Frequenzen oberhalb 30MHz. Wegen der gradlinigen Ausbreitung der kurzen elektromagnetischen Wellen ist für den Verbindungsweg der einzelnen Relaisstationen zu den Endstationen folgendes wichtig: freie optische Sicht, Ausnutzung natürlicher Geländeerhebungen jedoch sollten Wasserflächen, Fluß- und Gebirgstäler vermieden werden.

(Quellen:www.tewetel.net, www.studiendienst.de, Brockhaus Enzyklopädie)


 


                                                         
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